Plötzlich brennt eine kleine Stelle an der Innenseite von Lippe oder Wange – und jeder Bissen, jedes Wort tut weh. Dahinter steckt häufig eine Aphthe. Aphthen zählen zu den häufigsten Erkrankungen der Mundschleimhaut. Sie sind zwar schmerzhaft, aber harmlos und heilen in der Regel von selbst und folgenlos ab. Dieser Artikel erklärt, wie Aphthen entstehen, welche Formen es gibt, was gegen die Beschwerden hilft und wann Sie die Stelle zahnärztlich abklären lassen sollten.

Inhaltsübersicht
- Was sind Aphthen?
- Welche Formen von Aphthen gibt es?
- Symptome und Verlauf
- Ursachen, Risikofaktoren und Häufigkeit
- Was hilft gegen Aphthen?
- Die richtige Mundpflege bei Aphthen
- Wann sollten Sie in die Zahnarztpraxis?
- Vorsorge in der Zahnarztpraxis Dr. Kolling
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Termin vereinbaren
1. Was sind Aphthen?
Aphthen sind weißlich-rötliche, entzündete Stellen an der Mundschleimhaut. Oft bilden sich zwei bis vier Aphthen gleichzeitig. Sie fallen als runde, weißliche Stellen an der Lippen- oder Wangeninnenseite auf; seltener entstehen sie am Gaumen, am Zahnfleisch oder an der Zunge. Typisch ist ein nur wenige Millimeter großes, leicht eingesunkenes Grübchen mit einem geröteten, etwas erhabenen Rand.
Gut zu wissen
Aphthen sind nicht ansteckend. Manche Erkrankungen können jedoch Wunden im Mund verursachen, die Aphthen sehr ähneln. Heilt eine Stelle nicht wie gewohnt ab, sollte daher zahnärztlich oder ärztlich geprüft werden, ob es sich um „normale“ Aphthen oder um eine andere Erkrankung handelt.
2. Welche Formen von Aphthen gibt es?
Minor-Aphthen – die häufigste Form
Rund 85 Prozent der Betroffenen haben diese mildeste Form. Die Aphthen sind nur wenige Millimeter groß, etwa drei bis fünf Tage lang schmerzhaft und nach ungefähr einer bis anderthalb Wochen wieder vollständig verschwunden.
Major-Aphthen
Bei etwa 10 Prozent handelt es sich um Major-Aphthen. Sie sind 1 bis 3 Zentimeter groß, können stärker und länger schmerzen und brauchen bis zu vier Wochen, um abzuheilen. Oft bleibt eine Narbe in der Schleimhaut zurück.
Herpetiforme Aphthen
Bei rund 5 Prozent entstehen gleichzeitig sehr viele stecknadelkopfgroße Aphthen. Sie können sich zu größeren Flächen verbinden und hinterlassen dann ebenfalls eine Narbe.
3. Symptome und Verlauf
Eine Aphthe kündigt sich in den ersten Stunden häufig durch Kribbeln oder Brennen an; die Stelle kann sich auch rau anfühlen. Anschließend rötet sie sich, schwillt etwas an und beginnt zu schmerzen. Innerhalb von ein bis drei Tagen entsteht daraus das typische, weißlich belegte Grübchen. Nach einigen weiteren Tagen klingen die Schmerzen ab.
Die Beschwerden können zunehmen, wenn Speisen die entzündete Schleimhaut zusätzlich reizen – etwa Brötchenkrusten, saures Obst oder scharf Gewürztes. Auch die Mundbewegungen beim Kauen und Sprechen können die Schmerzen verstärken.
Aphthen kommen oft wieder: Die meisten Betroffenen haben drei- bis sechsmal pro Jahr damit zu tun, bei manchen liegen aber auch Jahre dazwischen. Mit zunehmendem Alter werden die beschwerdefreien Phasen in der Regel länger.
4. Ursachen, Risikofaktoren und Häufigkeit
Warum manche Menschen Aphthen bekommen und andere nicht, ist nicht genau bekannt. Vermutet wird eine familiäre Veranlagung im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren:
- Stress
- eine geschwächte Abwehr
- hormonelle Schwankungen
- Mangelerscheinungen, zum Beispiel Eisen- oder Vitamin-B-Mangel
- Verletzungen der Mundschleimhaut
Manchmal führt auch eine Erkrankung zu Entzündungen im Mund, die Aphthen sehr ähneln – zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder der sogenannte Morbus Behçet.
Manche Fachleute gehen davon aus, dass jeder zehnte Mensch betroffen ist. Die meisten haben als Jugendliche oder junge Erwachsene zum ersten Mal mit Aphthen zu tun; Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
5. Was hilft gegen Aphthen?
Da die Ursache von Aphthen nicht bekannt ist, lassen sich nur die Beschwerden behandeln. Sind die Schmerzen erträglich, ist gar keine Behandlung nötig – das trifft vor allem auf die häufigen Minor-Aphthen zu.
Schonende Ernährung in der akuten Phase
- Knusprige oder harte Lebensmittel wie Brötchen oder Knäckebrot besser meiden
- Sehr saure, scharfe oder salzige Speisen, kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol können unangenehm sein
- Suppen sowie weichgekochtes oder püriertes Essen schonen die Schleimhaut
- Gekochtes ausreichend abkühlen lassen oder kalte Speisen wählen
Wichtig ist trotzdem, nicht zu einseitig oder zu wenig zu essen.

Gele, Cremes und Mundspülungen
Zur Linderung kommen verschiedene Wirkstoffe infrage. Sie werden als Gel, Creme, Paste oder Spray auf die wunden Stellen aufgetragen; manche gibt es auch als Mundspülung oder Lutschpastille:
- Örtlich wirkende Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) wie Lidocain oder Benzocain dämpfen die Schmerzwahrnehmung.
- Entzündungshemmende Wirkstoffe wie Diclofenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.
- Antiseptische Mundspülungen, etwa mit Chlorhexidin, sollen verhindern, dass sich Krankheitserreger in der Wunde vermehren.
- Adstringierende Tinkturen auf Myrrhe- oder Rhabarberwurzel-Basis helfen manchen Menschen.

6. Die richtige Mundpflege bei Aphthen
Auch wenn die Mundbewegungen wehtun: Putzen Sie Ihre Zähne genauso gründlich wie in beschwerdefreien Zeiten. Eine weiche Zahnbürste schützt vor Zahnfleischverletzungen, die das Risiko für neue Aphthen erhöhen können. Für die Zahnzwischenräume eignen sich zum Beispiel kleine Bürstchen oder Zahnseide – welche Methode zu Ihnen passt, klären Sie am besten in der Zahnarztpraxis.
Achten Sie außerdem auf die Inhaltsstoffe Ihrer Mundpflegeprodukte: Alkoholhaltige Mundspülungen können die Beschwerden verstärken, und manche Menschen reagieren empfindlich auf Zahnpasta mit Natriumlaurylsulfat. Wer den Eindruck hat, dass bestimmte Lebensmittel oder Pflegeprodukte Aphthen begünstigen, kann versuchen, darauf zu verzichten.

Kann man Aphthen vorbeugen?
Weil die Ursache nicht bekannt ist, gibt es derzeit keine Behandlung, mit der sich die Bildung von Aphthen verhindern lässt. Ob eine bestimmte Ernährungsweise Rückfälle hinauszögert, ist nicht gut erforscht. Sinnvoll sind eine gründliche, aber schonende Mundpflege und das Meiden von Auslösern, die Sie bei sich selbst beobachtet haben.
7. Wann sollten Sie in die Zahnarztpraxis?
Aussehen, Verlauf und Beschwerden sind meist so typisch, dass sich Aphthen auch selbst erkennen lassen. Eine zahnärztliche oder ärztliche Untersuchung ist aber sinnvoll, wenn:
- eine Stelle nicht innerhalb von zwei Wochen abheilt
- die Entzündungen sehr ausgeprägt sind oder sehr viele bzw. große Stellen nicht von allein abheilen
- zusätzliche Beschwerden wie Mundgeruch oder geschwollene Lymphknoten auftreten
- Gele, Cremes oder Salben die Beschwerden nicht ausreichend lindern
Anlaufstelle kann eine zahnärztliche oder eine HNO-Praxis sein.
So läuft die Untersuchung ab
Die Zahnärztin oder der Zahnarzt schaut sich die Mundschleimhaut genau an und fragt unter anderem nach weiteren Beschwerden und Ihren Essgewohnheiten. Besteht der Verdacht, dass eine andere Erkrankung hinter den Entzündungen steckt, können ein Abstrich, eine Blutentnahme, eine Gewebeprobe oder die Untersuchung bestimmter Organe – zum Beispiel des Darms – nötig sein.
Behandlung bei schweren Verläufen
Reicht die örtliche Behandlung mit Betäubungs-, Schmerz- oder keimtötenden Mitteln nicht aus, können kortisonhaltige Salben aufgetragen werden. Helfen auch sie nicht, kann das entzündete Gewebe in der Praxis zum Beispiel mit einer Silbernitratlösung oder per Lasertherapie verödet werden. Bei seltenen, schweren Verläufen kommen zusätzlich Tabletten infrage, etwa mit Kortison – hier treten Nebenwirkungen häufiger auf.
8. Vorsorge in der Zahnarztpraxis Dr. Kolling
Aphthen selbst lassen sich durch Vorsorge nicht verhindern. Regelmäßige Termine in der Praxis sind aber eine gute Gelegenheit, wiederkehrende oder auffällige Stellen im Mund anzusprechen und abklären zu lassen.
In der Zahnarztpraxis Dr. Kolling in München wird die professionelle Zahnreinigung ausschließlich mit der Guided Biofilm Therapy (GBT) durchgeführt. Dabei wird der bakterielle Biofilm zunächst angefärbt und anschließend mit Airflow-Technologie sanft und schmerzfrei entfernt – auch in schwer zugänglichen Bereichen. Bei jedem Prophylaxe-Termin werden Zähne und Zahnfleisch sorgfältig untersucht.
Für jeden Patienten erstellt das Praxisteam einen individuellen Prophylaxe-Plan. Bei gesunden Verhältnissen und guter häuslicher Mundhygiene sind ein bis zwei Termine pro Jahr meist ausreichend. Ein automatisches Recall-System erinnert Sie rechtzeitig an den nächsten Termin.

9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind Aphthen ansteckend?
Nein. Aphthen sind kleine, nicht ansteckende Entzündungsherde in der Mundschleimhaut.
Wie lange dauert es, bis eine Aphthe abheilt?
Die häufigen Minor-Aphthen schmerzen etwa drei bis fünf Tage und sind nach ungefähr einer bis anderthalb Wochen verschwunden. Große Major-Aphthen können bis zu vier Wochen brauchen.
Warum bekomme ich immer wieder Aphthen?
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Vermutet wird eine familiäre Veranlagung, die zusammen mit Faktoren wie Stress, geschwächter Abwehr, hormonellen Schwankungen, Nährstoffmangel oder Verletzungen der Mundschleimhaut zu neuen Aphthen führen kann.
Muss eine Aphthe immer behandelt werden?
Nein. Sind die Beschwerden erträglich, heilen Aphthen in der Regel ohne Behandlung von selbst ab. Gele, Cremes oder Mundspülungen können die Schmerzen lindern.
Was bedeutet es, wenn eine Stelle nach zwei Wochen nicht verheilt ist?
Dann sollte die Stelle zahnärztlich oder ärztlich untersucht werden. So lässt sich klären, ob es sich um eine Aphthe handelt oder ob eine andere Erkrankung dahintersteckt.
10. Termin vereinbaren
Sie haben eine Stelle im Mund, die nicht abheilt, oder leiden immer wieder unter schmerzhaften Aphthen? Sprechen Sie das Praxisteam der Zahnarztpraxis Dr. Peter Kolling in München an – gemeinsam klären wir, was hinter Ihren Beschwerden steckt.
- Sorgfältige Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch bei jedem Prophylaxe-Termin
- Professionelle Zahnreinigung ausschließlich mit der Guided Biofilm Therapy (GBT)
- Individueller Prophylaxe-Plan und automatisches Recall-System
Termin vereinbaren – Zahnarztpraxis Dr. Peter Kolling
Sendlinger Straße 14 · 80331 München · Telefon 089 260 70 60 · zahnarzt-muenchen.dental
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche oder ärztliche Untersuchung.